Über Ergotherapie
Die Ergotherapie hat zum Ziel, die selbständige Handlungsfähigkeit der KlientInnen in ihrem Alltag wieder herzustellen. Die alltäglichen Handlungen stehen somit im Fokus der Therapie. Die Ergotherapie geht davon aus, dass alltägliche Verrichtungen wie das Verfolgen eigener Ziele, das Pflegen von sozialen Kontakten, Hobbys und eine eigenständige Selbstversorgung zur Gesundheit und dem Wohlbefinden beitragen.
Durch die Ergotherapie wird mehr Selbstbestimmung und Selbständigkeit erreicht. Die Therapie vor Ort, also am Ort des Geschehens, bietet folgende Vorteile: Die örtlichen Gegebenheiten, die Ressourcen und Hindernisse können einfach und schnell erfasst werden. Anpassungen am Umfeld können praktisch erprobt, und nach Möglichkeit, gleich umgesetzt werden. Heimübungsprogramme können an die Gegebenheiten zu Hause angepasst werden, was regelmässiges Üben und damit Fortschritte realistischer macht.
Therapie mit Ergomobil
Ergomobil kommt zu Ihnen nach Hause, die Therapie findet idealerweise dort statt, wo Sie Ihren Alltag verbringen und tätig sein möchten. Ich besuche Sie in der Umgebung Laufental, Birstal und Leimental im Kanton Baselland und Solothurn.
Ergotherapie wird unter ärztlicher Verordnung und bei gegebener Indikation von der Grundversicherung der Krankenkasse, der Unfallkasse oder der Invalidenversicherung übernommen.
- Sie benötigen eine Ergotherapieverordnung von Ihrem Arzt.
- Diese Verordnung können Sie mir per Mail oder per Post zukommen lassen.
- Ich reiche die Verordnung bei der Krankenkasse für Sie ein.
- Die Krankenkasse entscheidet in der Regel innerhalb von 10 Tagen, ob die Kostengutsprache für die Therapie erteilt wird.
Fachbereiche
Neurologie
In der Neuro-Ergotherapie werden Menschen behandelt, die aufgrund von Erkrankungen oder Verletzungen des Nervensystems Probleme in der Bewältigung des Alltags haben. Beispiele dafür sind:
- Schlaganfall
- Hirnblutung
- Tumor
- Multiple Sklerose
- Schädel-Hirn-Trauma
- Periphere
Nervenschädigung
- Neuropathien
- Morbus Parkinson
Psychiatrie
Menschen mit einem psychischen Leiden können in ihrem Alltag ebenfalls eingeschränkt sein. Zum Beispiel bei:
- Depression
- Angststörung
- Suchterkrankung
- Bipolarer Störung
- Zwangsstörung
- Schizophrenie
Geriatrie
Die oft durch mehrere Ursachen bedingten Einschränkungen im Alter verlangen nach vielseitigen Interventionsmöglichkeiten welche die Ergotherapie bieten kann. Da der Heilungsprozess im Alter verlangsamt abläuft, ist die psychologische Komponente der Behandlung für mich ein wichtiger Teil im Genesungsprozess. Hier kann ein Aufzeigen von Perspektiven Entscheidendes leisten. Ich lege den Fokus auf die Lebensqualität und die Möglichkeiten zur Steigerung der Handlungsfähigkeit mittels passender Hilfsmittel.
Mögliche Massnahmen
- Training der Selbstversorgung (Essen und Trinken, Transfer und jegliche Positionswechsel, Körperpflege, Ankleiden, Mobilität)
- Alltagstraining (ÖV-Training, Einkaufstraining, Kochtraining, Training schwieriger Telefonate, Gespräche, Einhaltung von Terminen, Training zur Bewältigung administrativer Arbeiten,...)
- Training im Umgang mit - und Erprobung von neuen Hilfsmitteln (Rollatortraining, Rollstuhltraining, Bedienung von Lesehilfen, Hörgeräten, Tablet, Handy, Billetautomat usw.)
- Funktionelles Training (u.A. Beweglichkeit, Sensibilität, Koordination, Körperwahrnehmung, feinmotorische Funktionen, Belastbarkeit, Ausdauer, Orientierung)
- Vestibuläre Rehabilitation für verschiedene Arten von Schwindel: Vestibuläre Hypofunktion, benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel, funktioneller Schwindel, vestibuläre Hypersensibilität
- Erstellung und Anpassung von Heimübungsprogrammen
- Hilfsmittelberatung und Versorgung
- Beratung zu Ergonomie im Rollstuhl, Vermittlung/Organisation von Rollstuhlanpassungen durch einen Fachhändler
- Wohnungs- und Arbeitsplatzanpassung z.B. auf Ergonomie und individuelle Bedürfnisse
- Ermöglichung von Erfolgserlebnissen zur Stärkung der Selbstwirksamkeit
- konkrete Unterstützung in der Veränderung von Routinen und Gewohnheiten
- begleitete Expositionen bei Ängsten
- Beratungsgespräche, Angehörigenberatung zum Umgang mit Betroffenen
- Vermittlung von Achtsamkeitsübungen im konkreten Umgang mit Gedankenkreisen, Ängsten, Zwangsgedanken und Stimmenhören
Über mich
Meine Herangehensweise
Autonomie und Selbstbestimmung sind meiner Erfahrung nach essentiell für den Genesungsprozess. Darum fokussiere ich in der Therapie darauf, dass meine KlientInnen diese Erfahrung machen können. Immer wieder darf ich Zeuge sein, wie Erfahrungen von Selbstwirksamkeit die Motivation und das Engagement für den Therapieprozess stärken. Veränderungen, die selber bewirkt werden können, machen die KlientInnen letztendlich wieder unabhängiger von der Therapie und lassen sie Autonomie und Selbstbestimmung erfahren. Die Therapie findet bei den KlientInnen zu Hause oder am Ort der Notwendigkeit statt.
Werdegang
Geboren und aufgewachsen in Liestal
2002 - 2006 Berufslehre als Polymechaniker
2015 Bachelor Abschluss Ergotherapie ZHAW Winterthur
Bachelorarbeit zum Thema Achtsamkeit und Betätigung
2015 -2018 Arbeit als Ergotherapeut auf der Akutstation der integrierten Psychiatrie Winterthur
ab 2018 Arbeit als Ergotherapeut in Praxis für Ergotherapie in Allschwil im Fachbereich Neurologie, Psychiatrie und Geriatrie
Weiterbildungen
2016 Weiterbildung zum Phänomen "Stimmenhören" und einem konstruktiven und selbstbestimmten Umgang damit
2017 -2019 Ausbildung zum MBSR-Lehrer (Stressreduktion durch Achtsamkeit)
2019 Weiterbildung Ergotherapie Neurologie "schmerzhafte Schulter bei Hemiparese" bei Kirsten Minkwitz
2020 Weiterbildung praktische Anwendung "Panat Laptool" zum funktionellen Training von Bewegungsfunktionen
2021 Weiterbildung zum Thema Wechselwirkung Körper und Psyche bei Sven Böttcher
2024 Ausbildung zum Therapeut für Vestibuläre Rehabilitation bei Firat Kesgin
info@ergomobil.ch
Tel: 079 840 27 57
Ergomobil Imhof
Matthias Imhof
Rittenbergweg 21
4223 Blauen